Montag, 23. September 2019, 18:21 UTC+2

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LoLo

unregistriert

101

Dienstag, 26. März 2019, 16:04

Hallo ihr Lieben,

vielen Dank für eure Worte! Sie haben mir sehr viel Zuversicht und Vertrauen gegeben! Für mich und uns ist der geplante Kaiserschnitt sicherlich die beste Wahl und wir sind uns da sehr einig und fühlen uns gut damit. Ich glaube auch wie du sagst Eulenmama, dass es ein wunderbares Gefühl sein muss mitzuerleben wie das Baby auf die Welt kommt und genau das möchte ich auch. Im Grunde möchte ich eine positive korrigierende Erfahrung, um dann die Geburt als etwas Wundervolles in Erinnerung zu behalten. Und ich möchte die sicherste Möglichkeit für mich körperlich und für uns auf unsere Ängste bezogen und ich denke die haben wir schon lange gefunden. Nur dass ich hier einfach ein wenig Zuspruch brauchte.

Also nein, Eulenmama, ein Plädoyer für Kaiserschnitte macht mir gar nichts aus, mir würde es eher schwerfallen gesagt zu bekommen, dass ich eine natürliche Geburt durchstehen sollte. Und Selbstfürsorge ist ein wunderbares Wort! Wie Recht du hast.

Eulenmama, wie geht es denn dir aktuell? Seid ihr schon am Rumbasteln für ein Geschwisterchen?




Liebe Gastmama,

wie schön, dass du mir auch geschrieben hast. Du hast ja wirklich jede Geburtserfahrung mitgemacht, unglaublich. Ich freue mich sehr, dass du nach deinem Sternenkind noch zwei Kinder bekommen hast! Solche Geschichten brauchen wir mehr! Und vielen Dank auch für deine Worte. Sicherheit für mein Kind und eine möglichst komplikationslose Geburt sehen wir auch als Wichtigstes an. Von daher ist der Kaiserschnitt für uns die beste Wahl. Interessant finde ich auch, dass du schreibst, dass du nach deinem zweiten Kaiserschnitt viel schneller wieder auf den Beinen warst! Ich bin jetzt eher davon ausgegangen, dass es nach meinem Zweiten möglicherweise schwieriger wird.




Liebe Anna,

danke auch für deine Worte. Vermutlich male ich mir gerade eher die möglichen Schwierigkeiten aus und wie du sagst wird es dann wahrscheinlicher eher so sein, dass die Kleine nach 5min. da ist und ich nur noch überwältigt bin von meinen Gefühlen und alles andere ausblende. Ich bin begeistert, dass du dich an die Aussage von meinem Vater erinnerst. Du hast ja so Recht, sehr passend zitiert. Im Endeffekt kann bei jeder Geburtsart etwas schiefgehen, aber da ich keinen Einfluss darauf habe, brauche ich mir auch im Vorwege keine Gedanken zu machen. Wie lustig, dass ich mir doch immer wieder selbst im Wege stehe. Du kannst, auch wenn wir uns aktuell keine natürliche Geburt vorstellen können, gerne etwas zur natürlichen Geburt, den Schmerzen und den Umgang / das Aushalten damit schreiben. Ich denke da haben wir alle etwas von :).

Ich finde es schade, dass Ärzte, besonders in unseren Fällen so wenig Verständnis zeigen. Und ich sehe das mit der Einleitung ähnlich wie du. Warum, sollte das ein Problem sein. Es ist ja schließlich am Wichtigsten, dass du psychisch stabil bist unter der Geburt, sonst bekommst du nachher noch einen Geburtsstillstand und dann müssen sie dir eh die Medikamente geben. Ich denke, solange die Kinder sich normal entwickeln und ansonsten kein besonderes Risiko besteht sind Einleitungen und geplante KS bis 3 Wochen vor Termin sehr risikoarm. Uns geht es vor allem darum, dass wir möglichst vermeiden wollen, dass ich wieder Wehen bekomme und daher finde ich es eigentlich optimal ein paar Wochen früher zu starten. Da ist das Risiko für Wehen niedriger. Außerdem habe ich großen Respekt für jede Frau, die sich nach unseren Erlebnissen, erneut auf eine natürliche Geburt einlassen kann. Ich glaube tatsächlich eher, dass sich die meisten beim nächsten Kind für einen KS entscheiden, auch wenn vorher natürlich entbunden wurde. Von daher sollte es egal sein, ob mit oder ohne Einleitung. Es ist wahnsinnig stark von dir, dass du es dir überhaupt zutraust!

Ich bin gespannt, was du von deinem Termin bei der Geburtsanmeldung berichtest! Wie schön, dass ihr euch so gut aufgehoben gefühlt habt in der Klinik und deshalb noch einmal dort hin wollt. Wir wollen das auch machen. Alle waren sehr lieb und fürsorglich und ermöglichen uns diesmal auch sehr viel. Zum Glück hat das KH auch ein Perinatalzentrum Level 1.Das war mir schon letztes Mal sehr wichtig und daher fühle ich mich da sicher.

Du müsstest jetzt in der 30./31. Woche sein? Wie geht es dir denn so im 3. Trimester und bei den CTG Untersuchungen? Schaust du dir viel die Werte an oder gar nicht? Ich freue mich, wenn ich erstmal soweit bin. Ich finde ab dieser Zeit haben die Babys schon so eine gute Überlebenswahrscheinlichkeit, ohne Spätfolgen, das beruhigt doch sehr, falls irgendwas sein sollte! Manchmal mache ich mir auch Sorgen, dass unsere Kleine deutlich zu früh kommen könnte. Daher wäre ich auch schon gerne soweit wie du :).

Denkst du noch oft an Amelie? Ich merke manchmal, dass ich gar nicht so oft an meinen Sohn denke, weil es sich alles schon so lange her anfühlt, fast so als hätte ich es gar nicht erlebt, sondern nur geträumt. Da habe ich dann ein schlechtes Gewissen. Aber eigentlich geht es mir gut, so wie es gerade ist. Ich möchte auch nicht zwangsweise ein Ritual einführen, um an ihn zu denken.


Gestern war ich wieder bei meiner Hebamme. Die Kleine war gestern kaum aktiv und hat viel geschlafen. Die Herztöne waren so zwischen 132 und 137. Sie meinte aber es ist alles in Ordnung. Das ist für mich immer sehr komisch, weil an dem Tag der Geburt mein CTG so eingeengt war (also kaum Ausschläge). Außerdem hatte mein Sohn immer sehr hohe Werte, zwischen 150 und 165. Daran muss ich mich erstmal gewöhnen. Dafür hat sie sich heute morgen wieder viel bewegt und mich gestupst. Dafür bin ich unglaublich dankbar!


Alles Liebe,

LoLo

Anna

unregistriert

102

Sonntag, 31. März 2019, 18:22

Hallo Ihr Lieben,

erstmal, ich vermisse Dich wirklich hier, Ann-Kathrin. Du bist vielleicht wieder in den (Arbeits-)Alltag eingetaucht und ich wünsche Dir in dieser Zeit weiter, dass es Dir immer wieder und öfter besser geht, Leni fest bei Euch ist und Ihr einen guten Weg findet oder gefunden habt, Eure Hoffnung auf eine neue Schwangerschaft auszuleben, ohne dass Du Dich zu sehr verrückt machst.

Liebe Lolo, weil dies ja eigentlich Ann-Kathrins und Lenis Forumsbeitrag ist, und ich mich etwas komisch fühle, ohne Sie hier zu schreiben, habe ich überlegt, ob wir unsere Email-Adressen austauschen wollen, um uns zu schreiben, bis Ann-Kathrin sich wieder meldet. Ich würde dann hierfür eine fake-Emailadresse einrichten. Was meinst Du?

Für mich ist es weiter so, dass unser Austausch unglaublich wertvoll für mich ist.

Unser Austausch über die Geburt hat mir mal wieder alle Perspektiven aufgezeigt. Weißt Du Lolo, ich fühle mich gar nicht so stark bei dem Thema. Es erscheint mir nur das naheliegenste, auch unsere zweite Tochter (wenn möglich) mit einer natürlichen Geburt auf die Welt zu bringen, weil wir so eine gute Erfahrung damit gemacht haben. Mir macht es dagegen eher Angst, mich über alle Risiken der unterschiedlichen Geburtsarten aufklären zu lassen und mit einer Risikoabwägung eine Entscheidung zu treffen, weil das auch bedeutet, dass man die Verantwortung über seine Entscheidung trägt. In dem Punkt finde ich Dich unheimlich stark! Deswegen wird der Termin nächste Woche im Krankenhaus sicher nicht einfach und emotional für mich, zumal wir an den Ort zurückkehren, an dem Amélie auf die Welt kam. Im Zweifelsfall haben wir so wenig unter Kontrolle und wirklich in der Hand, des wegen dient die ganze "Planung" wohl hauptsächlich meiner oder unserer Sicherheit. Also bin ich dabei, mir einfach ein Setting aufzubauen und vorzustellen, in dem ich mich wohl und ärztlich gut versorgt fühle. Aus der guten Erfahrung heraus, ist das die natürliche Geburt ggf. mit Einleitung. Die Schmerzen dabei erscheinen mir nebensächlich und aushaltbar, wenn ich dafür ein lebendes Kind in den Arm nehmen darf. Das Setting, unter dem Du und Ihr Euch wohl fühlen werdet, wird einfach ein anderes sein. Mein Mann hat, als wir jetzt nochmals ausführlich über die Geburt gesprochen haben, übrigens auch gesagt, dass für ihn anfangs ein geplanter Kaiserschnitt als optimal erschienen ist, vor allem, weil die Kleine dann schnell auf der Welt ist und er nicht das längere Zittern während der natürlichen Geburt, das ja lang und aufregend sein kann, aushalten muss. Das kann ich gut verstehen und rein rational spricht da einiges dafür. Ich denke nur, dass ich mit den Wehen etwas mehr als mein Mann abgelenkt sein werde und ich diesen Weg, wegen der guten Erfahrung, die wir gemacht haben, nicht so sehr fürchte.

Es ist tatsächlich schön und eine so gute Erfahrung, an Punkte - wie den Termin nächste Woche im Krankenhaus, egal wie aufregend der wird - anzugslangen, an die ich bislang immer nur mit einem "hoffentlich werden sie jemals eintreten" gedacht haben. Und dann darf ich das Kalenderblatt umdrehen und der Termin steht vor der Tür, von dem ich gedacht habe, wenn wir erstmal soweit sind. So war es auch beim wieder schwanger werden, was bei Euch ja schneller der Fall war. Wie oft habe ich mir diese Momente schon ausgemalt, was, wenn ich wieder schwanger bin, was und wie würde ich es dann in der Schwangerschaft machen. Und jetzt, was, wenn die Zeit der Geburt kommt. Ich bin so froh, um jeden Moment, in dem ich mir positiv darüber Gedanken mache und nicht zu ängstlich bin, dass wir es überhaupt bis zum nächsten Punkt oder Termin schaffen. Insofern, ja, es ist so wunderbar so "weit" (übrigens ab Ende 31./ Anfang 32. Woche) zu sein und trotzdem erscheint mir die Zeit bis zur Geburt manchmal noch unaushaltbar lang. Weil ebenso wie ich lieber gestern als heute wieder schwanger werden wollte, so will ich jetzt am liebsten unsere zweite Tochter "sofort" auf die Welt bringen.
Gleichzeitig, und genauso wie Du es geschrieben hast, habe ich Deinen Tipp angenommen, und schaue immer, was wir nicht schon alles geschafft haben und bin für jeden Tag dankbar. Das gibt mir Sicherheit und tut mir gut.

Einerseits beruhigt es mich wahnsinnig, dass die Überlebenswahrscheinlichkeit (ohne Spätfolgen) mit jedem Tag steigt. Andererseits, ehrlich, hat das bei Amélie so wenig gebracht, weil es so schnell ging und es keinerlei Vorzeichen sowie Anzeichen gab. Dann denke ich oft, dass das nur hilft, wenn es körperliche Warnzeichen gibt oder ich rechtzeitig ein schlechtes Gefühl bekommen würde. Eine Frühgeburt macht mir dagegen fast keine Angst. Wenn man sie lebend holen kann und dann medizinisch versorgen kann. Man kann dann wenigstens etwas tun und da ist unsere Medizin so viel weiter als für die Fälle, die wir mit unseren ersten Kindern erlebt haben, bei denen man nichts tun konnte und keiner im Ergebnis weiß, was eigentlich passiert ist. Also für eine Frühgeburt habe ich viel Vertrauen in die Medizin und Therapien, d.h., dass alles gut ausgehen wird.

Anna

unregistriert

103

Sonntag, 31. März 2019, 18:27

Bis jetzt war ich erst bei 2 CTGs und bei Amélie waren es auch nur 2. Damit habe ich also bisher nur wenig Erfahrung und die Werte sagen mir nichts. Das allererste CTG jetzt mit unserer zweiten Tochter war ein ganz besonderer Moment. Ich habe eine ganz konkrete Erinnerung an Amélies zweites und letztes CTG (das völlig unauffällig war). Damals habe ich mich erwischt, wie ich so stolz auf ihren Herzschlag war und mir ist mein damaliger Gedanke in Erinnerung geblieben, dass ich dachte, ich kann doch jetzt nicht stolz auf jeden Herzschlag sein, dass das quasi übertrieben ist. Dann habe ich mir damals eine Zeitschrift genommen, um "cool" zu bleiben. Wenn ich damals gewusst hätte… Deswegen lausche ich jetzt jedem einzelnen Herzschlag und bin stolz und denke daran, was für ein Geschenk das ist! Ich versuche dabei, ganz bewusst nicht auf Regelmäßigkeit etc. zu sehr zu achten, um mich nicht zu verrückt zu machen und den Moment zu genießen. Ich kenne mich daher nicht mit den ganzen Werten aus, über die Du geschrieben hast. Trotzdem überlege ich gerade, mich schlau zu machen und mich über die Werte zu informieren. Einfach, weil ich dann selbst kontrollieren kann, ob die Werte auch wirklich in Ordnung sind. Und im Zweifelsfall wäre ich im Bilde, wenn etwas wäre. Was meinst Du?

Wenn Deine Hebamme die Herztöne misst, ist das auch ein CTG oder etwas anderes, vergleichbares? Ich vermute mal 132 und 137 liegt im Normbereich und das wäre höher, wenn sie nicht geschlafen hätte? Wie ist das denn gerade für Dich überhaupt, wenn die Herztöne gemessen werden? Kommen dann viele Erinnerungen hoch oder kannst Du das ganz gut trennen?

Die Bewegungen und das Stupsen der Kleinen sind für mich auch das, was mir am aller-, allermeisten Sicherheit gibt. Das kann ich so gut nachvollziehen. Als unsere Kleine bei einem Ultraschall einmal geschlafen und sich nicht bewegt hat, war habe ich spaßhaft geschimpft und war gleichzeitig bis zum nächsten Ultraschall leicht besorgt, ob auch wirklich alles in Ordnung ist. Ich habe mir immer wieder gesagt, dass ich sie auch schlafen und entspannen lassen muss und das doch ganz normal ist. Das mache ich heute noch, wenn sie eine ruhige Phase hat. Dann sage ich ihr, schlaf nur und entspann Dich gut und dann freue ich mich, wenn Du wieder aktiver wirst.

Die Frage, ob ich noch oft an Amélie denke, ist für mich einerseits eine sehr einfach und andererseits nicht so einfach. Ja, ich denke oft an sie und rede, mit den Menschen, mit denen ich das kann, auch fröhlich über sie. Alleine, weil ich jeden morgen ihre Kette anziehe, denke ich an sie. Ich habe ja auch das Gefühl, dass sie oft bei mir und uns ist. Dann mache ich mir aber auch Sorgen, weil ich sie nicht krampfhaft festhalten, sondern sie und ihre Seele frei sein lassen will. Ich weiß nicht, ob ich einen guten Weg finde, sie bei uns zu lassen, wann immer sie will, und sie gleichzeitig loszulassen. Kannst Du Dir vorstellen, was ich meine?
Mein Fokus hat sich im Alltag aber klar, weg von der Trauer und hin zur Schwangerschaft verschoben. Ich kann mir vorstellen, dass es Dir deswegen gerade so gut damit geht, dass Du nicht immer an Deinen Sohn bzw. die Trauer denkst. Das ist bestimmt gut so. Das sind dann eher die Momente, in denen ich vergesse und meine, alles war nur ein Traum. Deswegen würde ich an Deiner Stelle auch keine zwangsweisen Rituale einführen. Das könnte sich dann eher zu einem Festhalten führen, das nicht notwendig ist, und Deinem Sohn auch nicht die Möglichkeit geben, ganz natürlich in Euren Alltag mit Euch hineinzuwachsen geben.
Ein schlechtes Gewissen hatte ich schon in zwei Situationen und habe ich auch ich gerade immer noch in einer Situation. Die erste Situation war, als ich noch gar nicht wieder schwanger war, als ich zum ersten mal nicht mehr den ganzen Tag an Amélie gedacht habe. Dann kam mir aber der Gedanke, dass ich an meinen Mann, den ich liebe, auch nicht immer und den ganzen Tag denke und gleich viel - und es damit vergleichbar auch nicht zur Liebe, die wir unseren Kindern schenken, dazu gehört, immer an sie zu denken. Die zweite Situation ist der Klassiker, wie kann ich meine Gedanken und Liebe auf zwei Kinder aufteilen. Da habe ich recht schnell gewusst, dass sich diese Frage Mütter mit mehreren lebenden Kindern genauso immer wieder stellen. Bei uns ist nur der Unterschied, dass unsere ersten Kinder nicht im Alltag auf sich so aufmerksam machen, wie lebende Kinder, die dann z.B. mal deutlich Schreien oder Ärger machen, wenn sie Aufmerksamkeit brauchen. Trotzdem taucht Amélie früher oder später immer in meinem Bewusstsein auf. In den beiden Situationen braucht man daher meiner Ansicht nach nicht wirklich ein schlechtes Gewissen zu haben.
Die dritte Situation beschäftigt mich etwas mehr. Ich habe es immer mal wieder kurz, dass ich "alles was passiert" ist vergessen will und unbeschwert sein will, auch was die Schwangerschaft angeht. Ich will dann, dass das alles nicht passiert ist. Dann habe ich ein schlechtes Gewissen, weil ich natürlich Amélie niemals missen und vergessen will, sondern ganz im Gegenteil es furchtbar fände, sie wäre gar nicht da gewesen, und große Angst vor dem Vergessen hätte. Außerdem habe ich das Gefühl, ihr und ihrem Leben damit Unrecht zu tun, denn sie war nicht "alles was passiert" ist und konnte für das Schreckliche nichts. Das Vergessen hat daher vielleicht zwei Aspekte, die ich trennen will. Einerseits ist es das positive Vergessen und Hinwenden zur Zukunft, d.h. das neue Vertrauen schöpfen und nicht an dem schrecklichen Alptraum, den wir erlebt haben, festzuhalten. Andererseits gäbe es für mich ein negatives Vergessen, wenn ich damit Amélie verknüpfen würde. Meistens ist das für mich auch getrennt und, wenn es nicht so ist, dann mache ich mir diese Trennung bewusst. Kannst Du das nachvollziehen?

Darf ich Dich fragen, ob Du Geschwister hast? Da ich eine so enge Beziehung zu meinen Schwestern habe, beschäftigt mich immer wieder der Gedanken, dass unsere zweite Tochter ihre große Schwester in dieser Welt nie kennenlernen wird und nie mit ihr spielen kann und in ihr eine Verbündete gegen uns Eltern hat. Das macht mich unglaublich traurig. Kennst Du das?


Diese Woche habt ihr ja den zweiten großen Ultraschall, dafür drücke ich feste die Daumen und denke an Euch!!!

Viele Grüße und eine wunderbare Woche
Anna

Gast

unregistriert

104

Dienstag, 2. April 2019, 12:28

Hallo Lolo und Anna,

nachdem Ann-Kathrin den ersten Beitrag erstellt hatte, solltet Ihr vielleicht wirklich einen eigenen erstellen, am Besten in der Rubrik für neue Hoffnung.

Denn der Inhalt hat sich ja sehr zum Schwerpunkt Schwangerschaft hin verändert. Vielleicht nicht so einfach zu lesen für die, die noch nicht wieder schwanger sind...

Viele Grüße von einem stillen Leser

LoLo

unregistriert

105

Dienstag, 9. April 2019, 19:00

Liebe Anna,

ich finde es ist eine gute Idee in einem anderen Bereich weiter zu schreiben. Dieser Beitrag ist ja Ann-Kathrins und Lenis ursprünglich!
Daher habe ich im Bereich 1)"Ich bin wieder guter Hoffnung" 2) "Folgeschwangerschaft 2019" weitergeschrieben und dir geantwortet. Ich hoffe du kommst mit "rüber" :).


Liebe Ann-Kathrin,

auch ich hoffe sehr, dass es dir immer besser geht und du gut in die Arbeitswelt zurückgekommen bist! Wenn du aber wieder möchtest, oder es dir entgegen meiner Hoffnung schlecht gehen sollte, melde dich immer gerne hier bei uns. Wir freuen uns alle sehr, wenn du wieder hier schreibst und unterstützen wo wir können! Auch ich wünsche dir eine baldige Folgeschwangerschaft und weiterhin alles Gute, viel Kraft und Stärke in dieser Zeit für dich und deinen Mann!

Alles Liebe

LoLo

Ann-Kathrin

unregistriert

106

Mittwoch, 17. April 2019, 09:55

Da bin ich wieder

Hallo ihr Lieben,

da bin ich mal wieder...

Bitte entschuldigt meine etwas längere Abwesenheit, aber ich hatte das Gefühl, dass ich ein wenig Abstand zu dem ganzen Thema brauchte. Und das war auch gut so. Ich habe einiges zu berichten, meine Lieben. Ich finde es schön, dass ihr weiter geschrieben habt, und ich werde mir auch noch all eure Beiträge durchlesen. Ich habe die bisher nur überflogen.

Ich hoffe, es ist nicht zu egoistisch jetzt erstmal bei mir anzufangen...

Also, ich habe Anfang März die Ergebnisse der Blutuntersuchung bekommen und wie ich bereits geahnt habe, ist alles in bester Ordnung. Was mich freut. Ich habe zum Glück auch einen regelmäßigen Zyklus, allerdings ist die zweite Zyklushälfte immer zu kurz. Bei ES+9 fangen meine Schmierblutungen an und an ES+10 bekomme ich dann meine Periode.

Ich weiß nicht, wie ich die ganzen Geschichten schreiben soll, ohne mich zu verplappern. Daher direkt mal zu Beginn - ich durfte am Sonntag positiv testen :D, nachdem ich so eine Angst hatte, dass es im 3. Zyklus wieder nicht geklappt hat. Ich kann es auch immer noch nicht glauben. Ich habe sogar gestern und vorgestern noch Tests gekauft und wieder getestet, weil ich immer Angst habe, dass die Ergebnisse falsch sind.

So, wie kann ich euch die ganze Geschichte erzählen? Naja, wie bereits geschrieben, war meine 2. Hälfte immer zu kurz und ich hatte schon Angst, dass meine Hormone völlig durcheinander sind und ich nie wieder schwanger werden kann, weil wie soll sich der Zyklus denn erholen und so kann sich kein Baby erfolgreich einnisten? Also, ich war völlig fertig mit der Welt. Bei den ersten beiden Versuchen, wo es nicht geklappt hat, ist jedes mal, wenn ich spürte, dass die Periode mal wieder viel zu früh kommt, eine Welt zusammen gebrochen. Dieses Thema hat mich mehr belastet als die Trauer um unserer Tochter. Das war wirklich schlimm.

Zum Glück habe ich die beste Frauenärztin, die mich und meine Sorgen immer ernst nimmt und immer ein offenes Ohr für mich hat und sämtlichen Blödsinn, den ich mir in den Kopf gesetzt habe, ernst nimmt. Nachdem meine letzte Periode im März auch wieder eine zu kurze 2. ZH hatte, durfte ich eine Hormonüberwachung bei meiner Ärztin machen. Heißt, die hat mir am 4. ZT Blut abgenommen und am 20. Das ich Eisprünge habe, wusste ich, da ich meine Temperatur gemessen habe und Ovutests verwendet habe. Bei ES+4 hab ich, wie bei Leni auch, ganz komische Bauchschmerzen bekommen. Die waren kurz und doll (das war anscheinend die Einnistung). Letzte Woche Montag an ES+7 habe ich eine ganz leichte Schmierblutung bekommen und ich habe nur gedacht, dass das jetzt nicht wahr sein darf. Ich hatte so ein gutes Gefühl diesen Zyklus, dass es geklappt haben könnte. Jetzt bekomme ich meine Periode noch früher. Ich hatte auch meine typischen Menstruationsbeschwerden. Meine Welt ist wieder zusammengebrochen. Ich war zu dem Zeitpunkt auf der Arbeit, und hatte mich dann erst mal paar Minuten auf dem Klo eingesperrt, weil ich geweint habe. Das der Rest des Tages gelaufen war, muss ich euch ja nicht sagen. Ich war so wütend und traurig.

Naja, das hieß für mich, dass dann an dem Dienstag meine Periode kommen müsse. Dienstag verging und nichts, nur weiterhin meine leichte Schmierblutung, die aber immer weniger wurde und die man nur nach dem Toiletten-Gang sehen konnte. Mittwoch noch weniger, aber immer noch keine Periode. Am Donnerstag hatte ich dann einen Termin bei meiner Ärztin, um die Blutergebnisse zu besprechen und in den letzten Tagen hatte ich sehr oft Kopfweh und ab und zu leichte Übelkeit. Aber ich wollte mir keine Hoffnung machen, weil ich Angst hatte, wieder enttäuscht zu werden. In den Monaten vorher habe ich auch gehofft, dass die Schmierblutung vor der Periode vielleicht eine Einnistungsblutung sein könnte, aber das war es natürlich nie. Ich gehöre ja nie zu den Frauen, die so viel Glück haben.

Bevor wir am Donnerstag zur Ärztin gefahren sind, hatte ich ein ganz warmes Gefühl im Bauch und ich hatte gehofft, dass es geklappt hat. Meine Schmierblutung war verschwunden, aber ich hatte die ganze Zeit im Kopf, dass es nur die Ruhe vor dem Sturm ist und es gleich losgehen würde.

Bei der Ärztin hat der Hormonstatus ergeben, dass alles bestens ist. Meine Werte waren sogar besser als bei Leni damals, wo es auch in dem Monat geklappt hat. Ich hatte meiner Ärztin von der Schmierblutung erzählt, aber sie ist nicht darauf eingegangen. Trotzdem hatte ich Angst, dass es jederzeit mit der Menstruation losgeht.

Ich wollte, dass die Ärztin mich nochmal untersucht, weil ich im letzten Trimester bei Leni einen kleinen Zervixpolypen am MuMu bekommen habe. Jetzt hatte ich natürlich Angst, dass der immer noch da ist und den Weg versperrt. Also, hat meine Ärztin geschaut und sie konnte nichts sehen. Das hat mich beruhigt.

Am Freitag und Samstag hatte ich ständig das Gefühl, dass ich meine Periode bekomme, aber mir war auch immer wieder schlecht. Und Samstag Abend habe ich mir dann in den Kopf gesetzt, dass die Schmierblutung meine Periode war. Sonntag Morgen hab ich dann sämtliche Szenarien gegoogelt, was die Schmierblutung gewesen konnte und ob, eine Schmierblutung auch eine Periode sein kann. Ich hatte so Panik. So bekloppt können auch nur Frauen sein. Vor allem hatte ich Angst vor einem negativen Test, deswegen hatte ich auch noch keinen Test gemacht. Aber Sonntag Morgen hatte ich dann so Panik, dass ich vor lauter Angst einen Test machen musste.

Mein Mann wusste von der Schmierblutung und war auch schon traurig, dass es wieder nicht geklappt hatte. Er wusste, dass diese Blutung wieder aufgehört hat und hat ständig mitgefiebert, wenn ich auf's Klo bin. Er hat immer gehofft, dass da nichts ist. Nachdem der Test am Sonntag sofort positiv anzeigte, bin ich direkt zu ihm gerannt und hab ihn den Test gezeigt. Wir konnten es gar nicht glauben. Und können es immer noch nicht.

Noch eine kleine Anekdote vom Besuch bei meiner Ärztin: nach der Untersuchung hab ich mich angezogen und sie ist wieder ins Sprechzimmer, wo mein Mann saß und da hatte sie zu ihm gesagt, was die beiden machen könnten, um mir den Druck zu nehmen.

Als der Test am Montag wieder positiv war, haben wir meiner Ärztin ein Bild davon geschickt und sie hat sich riesig gefreut. Heute werde ich anrufen und einen Termin vereinbaren. Jetzt wisst ihr auch Bescheid. Ansonsten weiß es niemand. Ich hoffe und bete jeden Tag, dass unsere Leni gut auf ihr Geschwisterchen aufpasst.

Der Moment, wo der Test positiv war, war wundervoll und traurig zu gleich. Aber ich weiß, dass uns Leni das Geschwisterchen ausgesucht hat und es uns geschickt hat. Sie schickt uns ein kleines Weihnachtswunder. Dafür bin ich ihr so dankbar.

Mir geht es gut, ich hab das Gefühl, dass es jetzt irgendwie leichter ist. Vorher hatte ich keine Lust auf irgendwas, aber jetzt, fällt mir vieles leichter. Ich genieße es, dass mir jeden Tag schlechter wird und ich wieder anfange zu würgen. Das zeigt mir, dass alles gut ist. ;)

So jetzt, wisst ihr Bescheid. :)

Ach ja, seit Anfang März bin ich auch wieder arbeiten. Ich habe mit 15 Stunden angefangen und bin jetzt bei 20. Und es tut gut. Ich hatte so Panik vor dem ersten Tag, wie würden die Leute reagieren, kann ich mich überhaupt konzentrieren, ...

Zum Glück hab ich am Rosenmontag angefangen und in einer Karnevalshochburg sind nur die wenigsten Leute freiwillig arbeiten, daher waren nur ein paar Kollegen da. Was für meinen Einstand gut war. Zum Glück hab ich sehr liebe Kollegen. Als ich in mein Büro ging und mir mein Kollege direkt in die Arme fiel, war all meine Aufregung verfolgen. Alle haben sich gefreut mich zu sehen und haben mich ganz normal behandelt. Was gut tut.

Natürlich hab ich auch mit ein paar Kollegen über Leni gesprochen und wie kann es anders sein? Auch bei einigen von denen ist sowas in der Familie passiert.

Das war eine kurze Zusammenfassung der letzten Wochen. Wie ihr seht, durfte ich auch endlich wieder ein kleines Wunder empfangen. Ich freue mich, jetzt auch mit euch darüber schreiben zu können. Ich habe euch vermisst und werde euch jetzt mehr denn je brauchen, ihr Lieben.

Schön, dass ihr noch da seid :)


Es folgt noch ein 2. Teil.

Ann-Kathrin

unregistriert

107

Mittwoch, 17. April 2019, 10:09

Bitte entschuldigt, wenn der erste Teil so wirr geschrieben ist. Aber ich bin so aufgeregt.

Anna, wie geht es dir jetzt? Hast du immer noch Flashbacks,
wenn du an die Geburt denkst? Verdrängen ist nicht gut, man muss sie zu lassen
und sich selbst immer wieder ins Gedächtnis rufen, dass jetzt eine neue Schwangerschaft
ist. Wie weit bist du jetzt und hast du dich schon entschieden, wie die Geburt aussehen soll? Ich habe nur kurz überfolgen, dass das bereits diskutiert wurde, aber ich habe nicht alles dazu gelesen.


Ich kenne es nur zu gut, sich die Ultraschallbilder anzusehen. Und wie
schön der Klang ihres Herzens war, den wir bei den Terminen hören durften.
Darüber hab ich mir nie Gedanken gemacht, sondern es gehörte irgendwie dazu. Jetzt
weiß ich, wie kostbar diese töne sind.





Hast du die Wickelkommode gestrichen? Darf ich fragen,
welche Farbe Ameliè hatte und welche jetzt ihre Schwester bekommt?





Wow, du bist schon zu Hause und hast gar nicht mehr lange bis bei dir der Tag der Geburt ansteht. Wie
geht es dir? Habt ihr die kritische Woche bereits überstanden? Wie ging es dir
bzw. euch? Habt ihr irgendwas an dem Tag gemacht? Wie ist die Zeit zu Hause? Hast
du bereits Sachen gekauft?





Lolo, das ist ja schrecklich, dass du so eine Angst hattest.
Ich hoffe, dass die nicht mehr so präsent ist. Spürst du deine Maus jetzt schon
deutlich? Wie sind deine Termin bei deiner Therapeutin? Tun sie dir gut? Kannst
du mit ihr über die Geburt sprechen? kannst du mit ihr dein Trauma verarbeiten?




Ich habe gesehen, dass das Thema Geburt sehr viele Ängste bei dir auslöst. Ich habe Leni natürlich zur Welt bringen dürfen. Und es war wundervoll. Und wenn ich ehrlich bin, hab ich mir die Schmerzen schlimmer vorgestellt. Ich hatte auch keine pda. Als es für mich schmerzhafter wurde, wollte ich eine pda, aber dafür war es dann zu spät.


Ich sehe es so, dass es mir egal ist, wie unser Folgewunder auf die Welt bringe. Hauptsache es kommt gesund ud lebend bei uns an. Ein geplanter Kaiserschnitt ist wahrscheinlich anders, als es bei dir damals der Fall war. Aber diese schwere Entscheidung kannst nur du und dein Mann treffen.



Schwangerschaftssport klingt toll. Was für Übungen macht ihr
denn da?


Das kann ich mir vorstellen, dass dich die anderen Frauen nerven. Davor
hab ich auch Angst, wenn ich mit dem Yoga oder evtl. Sport anfangen sollte. Das sind
wahrscheinlich nur freudige Schwangere, die alles so leicht nehmen und sich die lächerlichen Wehwechen anhören muss. "Oh, ich hab so viel zugenommen" oder "Ach, ich habe schlimme Wassereinlagerungen". Das könnte ich nicht ertragen ohne blöde Kommentare abzugeben. Die wissen ja gar nicht, was wirkliche Schmerzen sind. Wie geht die Zeit sonst rum für dich? Tun dir die Ausflüge zu deiner Mutter gut? Wie weit bist du jetzt?


Ich freue mich, von euch zu lesen.


Viele liebe Grüße,
Ann-Kathrin

Ann-Kathrin

unregistriert

108

Mittwoch, 17. April 2019, 10:14

Ich sehe gerade, dass überlegt wurde, einen neuen Thread zu eröffnen oder per Mail zu schreiben.

Bitte verlasst mich nicht :(

Eulenmama

unregistriert

109

Mittwoch, 17. April 2019, 11:57

Liebe Ann-Kathrin,

ich war gerade dabei, eine Antwort an Anna und LoLo zu schreiben, und dazwischen tauchte deine Nachricht auf. Natürlich habe ich sie gleich gelesen und möchte dir auch direkt antworten: herzlichsten Glückwunsch!

Also gleich zum Anfang: es ist wirklich schön, von dir wieder zu hören. Ich habe schon vermutet, dass du jetzt Abstand vom Forum nimmst und eher bei dir, Leni und nun auch dem Arbeitsalltag bist. Solche Phasen, wo ich weniger oder mehr Kontakt zu anderen Eltern suche, habe ich auch, wie vermutlich alle hier im Forum. Umso toller, dass du direkt mit so einer positiven Nachricht kommst. Und eine weitere gute Nachricht ist, dass du offenbar schwanger werden kannst, und ich würde auch sagen ziemlich schnell. Klar kommen drei Monate einem ewig vor, aber das ist eigentlich nichts, ein Jahr lang sei immer noch völlig in der Norm, hört man ja.

Du scheinst auch im Job wieder gut angekommen zu sein, das freut mich. Und ja, es stimmt, wenn man die eigene Geschichte erzählt, hört man oft von anderen, dass die selbst, in der Familie, im Bekanntenkreis ähnliche Geschichten hatten. Schön, dass deine Kollegen so verständnisvoll und offen reagieren.

Sonst die kurzen Zyklen und den Ärger darüber kenne ich auch. Meine Periode war früher oft um ein paar Tage verspätet und nach der ersten Schwangerschaft hat sie sich auf genau 28 Tagen eingependelt. Ich dachte Wahnsinn, cool. Dann haben wir aufgehört zu verhüten, ich hatte direkt einen sehr stressigen Monat und die Periode war um eine ganze Woche verspätet (ich habe mir dabei schon falsche Hoffnungen gemacht). Und seitdem über mehrere Monate lang kam sie um einige Tage früher, um zwei, um vier, es hat mich auch immer ziemlich wütend gemacht. Das kannte ich ja bis jetzt nicht und es hat mich auch völlig verunsichert (Jetzt streiken auch noch die blöden Hormone!). Wie du sagst, eine Frau kann sich schön verrückt machen.

Nun aber muss ich sagen: nach einem von diesen kurzen Zyklen hat es doch geklappt. Ich will ja immer alles wissen und habe direkt nach dem Ausbleiben getestet, sehr schwach, aber immerhin. Allerdings stecke ich von Anfang an voll im Gefühlschaos und habe es noch nicht geschafft, es irgendwie in Griff zu bekommen. Natürlich freue ich mich sehr, aber eher nur im Kopf, bei den Gefühlen ist die Freude noch nicht wirklich angekommen. Mir wurde ja immer gesagt, dass sich die Plazenta höchstwahrscheinlich schon in der Frühschwangerschaft nicht gut entwickelt habe und daher die späteren Komplikationen. Ich bin jetzt rechnerisch bereits in der 10. Woche, bei der ersten Vorsorgeuntersuchung letzte Woche wurde der Minimensch aber um mehr als eine Woche zurückgerechnet (nach SSL). Der Gyn meinte, es sei in Ordnung, ich glaube aber, dass er mir eher keine Angst machen wollte (sowieso kann man jetzt keine Vorhersagen machen, also lieber einfach warten, das kann ich auch verstehen). Ich weiß, wann der Eisprung war, und eigentlich sollte der ET stimmen... Da aber jetzt sowieso nicht anderes als Abwarten übrig bleibt, versuche ich daran nicht viel zu denken.

Irgendwie konnte ich mich aber mit meinen Gyn noch nicht ganz anfreunden, ich glaube, das trägt auch zu meiner Verunsicherung bei. Ich habe zu ihm letztes Jahr gewechselt. Bei den zwei Gesprächen, die ich mit ihm vor dieser Schwangerschaft hatte, hat er viel über engmaschige Kontrollen gesprochen und sogar dass ich trotz des unauffälligen Befunds in der Gerinnung parallel durch den Hämostaseologen mitbetreut werden soll. Jetzt hieß es, dass das alles nicht notwendig sei. Ich wurde auch belehrt, dass mir wie jeder normalen Schwangeren 3 Ultraschalle zustehen und wenn mehr erforderlich sein sollten ("aufgrund der Vorgeschichte"), gäbe es diese gegen eine kleine Rechnung. Ich war so geschockt vor dieser Aussage, dass ich dazu nichts gesagt habe. Es wäre in Ordnung, wenn ich damit von Anfang an so gerechnet habe. Aber wenn ich bis jetzt immer gehört habe, dass die nächste Schwangerschaft besser überwacht werden sollte, und jetzt auf einmal sei das nicht notwendig oder mit "einer kleinen Rechnung"... Aber vielleicht hatte er nur einen schlechten Tag, ich hake beim nächsten Termin nach (der ist im Mai) und sonst würde ich vielleicht noch mal über einen Wechsel nachdenken, auch wenn ich nur wenig Lust auf eine weitere Arztsuche habe.

Bis dann heiß es also abwarten, hoffen, das Kleine weiterhin wächst, Entspannungsübungen machen und alle weiteren Tricks, um mich irgendwie zu beruhigen.

Tatsächlich hat LoLo einen neuen Thread in dem Gute-Hoffnung-Forum geöffnet, hat ihn schön allgemein "Folgeschwangerschaft 2019" genannt. Ich glaube nicht, dass sie dich verlassen wollten, kann mir eher vorstellen, dass sie sich nicht sicher waren, ob die Folgeschwangerschaften nicht zu viel Raum im Lenis Thread genommen haben... Vielleicht können wir jetzt, wo ihr auch guter Hoffnung seid, die Diskussion dahin verlegen?

Herzliche Grüße, auch an euren kleinen Menschen

Anna

unregistriert

110

Mittwoch, 17. April 2019, 12:00

JUCHUHUUUUUHUUUU!!!! Was für tolle Neuigkeiten und wie aufregend!!!!!! Wie wundervoll, dass Du zurück bist und das noch mit so glücklichen Nachrichten!!! Herzlichen Glückwunsch, ich freue mich unglaublich für Euch und meine Daumen sind ab jetzt fest gedrückt!!!!!!

Eine feste Umarmung, Anna

P.S. ich habe heute bis Abends Termine, deswegen jetzt nur ganz kurz

Anna

unregistriert

111

Mittwoch, 17. April 2019, 12:08

Liebe Eulenmama,

von Herzen Glückwünsche auch für Euch!!!!!!! Gleich zwei so wundervolle Nachrichten!!! Ich freue mich unglaublich und wünsche Eurem kleinen Wesen, dass es sich gut entwickelt und drücke ganz fest die Daumen!!!!!!

Unsere Nachrichten haben sich wieder überschnitten und ich habe Deine erst gesehen, als ich schon geantwortet hatte. Aber auch die Mitfreude für Dich will ich gleich loswerden, bevor ich mich länger melde.

Sei fest umarmt und ich wünsche Dir viel Zuversicht und Kraft!!!

Anna

Ann-Kathrin

unregistriert

112

Mittwoch, 17. April 2019, 12:20

Hallo ihr Lieben,

schön, dass ihr direkt geantwortet habt.

Erstmal Eulenmama, ich freue mich riesig für dich. Hattest du das hier bereits erwähnt mit der Schwangerschaft? Ich kam noch nicht dazu, alles zu lesen. Aber das tut dem ganzen keinen Abbruch. Das ist ja toll, dass wir jetzt alle hoffen dürfen. Herzlichen Glückwunsch.

Und mach dir keine Sorgen wegen der Rechnerei. Bei meiner Arbeitskollegin war das auch so ein Wirrwarr. Bei ihr wurde der Termin 3 mal verschoben und das eine mal sogar um ganze 3 Wochen. Und am Ende hat sie einen kleinen gesunden Jungen zur Welt gebracht.

Das mit deinem Arzt hört sich nicht so toll an. Ich würde auch noch den Termin im Mai abwarten und dann ggf. überlegen evtl. doch zu wechseln? Gerade wir brauchen viel Unterstützung von unseren Ärzten, die uns und unsere Sorgen ernst nehmen. Ich bin froh, so eine tolle Ärztin zu haben. Als ich mit Leni schwanger geworden bin, bzw. schon davor für die Hormonüberwachung bin ich zurück zu der Praxis gegangen. Vorher war ich jahrelang woanders, weil meine Ärztin in der Stadt ist, wo ich bis zu meinem Umzug gewohnt habe. Und für die jährl. Untersuchungen und Rezepte hatte ich keine Lust jedes mal dahin zu fahren. Aber für mich stand fest, sobald ich schwanger werde, gehe ich zu ihr zurück. Und es war die beste Entscheidung.

Da sind wir beide ja trotz kurzen Zyklen schwanger geworden :) Es geht also doch. Hach, ich freue mich so. Aber irgendwie ist man auch extrem traurig, weil einem die Zeit der ersten Schwangerschaft wieder viel präsenter ist. Und eigentlich hätte man dann zwei Kinder bei sich. Und das macht mich oft sehr traurig.

Ich hab eben nochmal einen Test machen müssen, bevor ich mich getraut habe, in der Praxis anzurufen für einen Termin. Ich habe nächste Woche Freitag meinen ersten Termin und ich hab direkt gefragt, ob ich einen neuen Mutterpass bekommen kann. Das machen die natürlich. Die Arzthelferin veranlasst auch direkt, die ganzen Aufkleber bzgl. des Blutes vom Labor erneut zu schicken für den neuen Pass. Und natürlich wussten alle schon Bescheid und haben auf meinen Anruf gewartet. Man hat gemerkt, dass die sich ebenfalls gefreut haben.

Anna, schön, dass auch du direkt geantwortet hast. Ich freue mich auf deine ausführliche Antwort.

Ich habe gesehen, dass es bereits einen neuen Thread gibt. Und für mich wäre es auch ok, dort hin zu wechseln.

Wie seht ihr das, Mädels?

Eulenmama

unregistriert

113

Mittwoch, 17. April 2019, 12:34

Ja, ich würde sagen gleich in den neuen Thread wechseln, sonst kommen wir nicht mehr raus aus dem Nachrichten-Chaos )))
Danke für die lieben Worte, ihr beiden! *

LoLo

unregistriert

114

Mittwoch, 17. April 2019, 12:52

Hey ihr Lieben,

auch von mir nur kurz und morgen ausführlich.

Ich habe mich so unglaublich für euch beide gefreut, als ich das gelesen habe! Wie großartig! Ich drücke euch ganz fest! Und Ann-Kathrin, ich freue mich sehr dass du wieder da bist. Wir haben dich schon sehr vermisst! Bin froh, dass es dir gut geht! Ich bin gerade richtig Happy für uns alle und habe Schmetterlinge im Bauch! Was für tolle Neuigkeiten so kurz vor dem warmen Osterwochenende.

Ich antworte dann morgen im anderen Thread.

Alles Liebe

Lolo